Rebekkas Rückblick in zwei Teilen II.

Rebekkas Rückblick – Die Arbeit als Tutor im vergangenen Semester

In meiner neuen Rolle als Tutor fühlte ich mich anfangs unwohl. Ich war unsicher, da ich noch nie gelehrt hatte. Natürlich hatte ich durch meine Arbeit als RvD bei Mephisto 97.6 Erfahrungen im Wissenstransfer, jedoch klingt „Ersatz einer Prüfungsleistung“ schon wieder ganz anders. Unsere Aufgabe war es, denen, die es wollten, einen Ersatz für ihre Klausur in der Medienpädagogik zu bieten und ihnen dementsprechende Lerninhalte konzeptionell aufbereitet und durchdacht zur Verfügung zu stellen. Hier stellte sich für mich immer wieder aufs Neue die Frage: Weiß ich so viel, dass ich es anderen beibringen kann? Dies kann ich abschließend mit „anscheinend ja“ beantworten.🙂

Die Planung des Tutoriums mit all seinen Lerninhalten und das Einpflegen der Aufgabenstellung auf die Moodle-Plattform verlangten starke organisatorische und manch kreative Fähigkeiten, außerdem kostete es viel mehr Zeit als erwartet und einige Nerven (z.B. wenn das Programm die Änderungen nicht übernahm oder das Internet abbrach). Den Rest des Beitrags lesen »

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Rebekkas Rückblick in zwei Teilen

Zusammen mit Julia und Karsten hatte ich im Sommersemester 2013 die Aufgabe, die Bachelorstudenten der KMW Leipzig begleitend zur Medienpädagogik-Vorlesung von Frau Prof. Fleischer in einem Blended-Learning-Tutorium als Tutor zu begleiten und Aufgaben zu konzeptionieren um ihnen eine Prüfungsersatzleistung zu ermöglichen. Dies wurde im Wintersemester 2012/13 im Peer-Learning vorbereitet, indem uns Isabell, Gretel und Julian (die dieses Projekt im SoSe 12 durchführten) zur Seite standen, sowie Projektleiterin Karla Spendrin. Der nachfolgende Text ist in zwei Beiträge geteilt. Zunächst soll die Arbeit in der Projektgruppe beschrieben werden, danach was es hieß Tutor zu sein. Die beiden Texte sollen gleichzeitig Reflexion für mich selbst, sowie Anregung und Fehlerquellenhinweis für andere, die an Blended-Learning-Prozessen interessiert sind, sein.

Ich unterstreiche Schlagwörter, um ein Querlesen zu erleichtern und schreibe die Dinge blau, die mir diese zwei Semester an persönlichen Erfahrungen gebracht haben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Karstens Rückblick auf zwei Semester in der Projektgruppe E-Learning

Blended-Learning-Angebote werden nur dann besser, wenn ein Erfahrungsaustausch unter denen stattfindet, die diese Angebote konzipieren. Ich war im Wintersemester 2012/2013 an der Konzeption des Blended-Learning-Tutoriums zur Vorlesung „Medienpädagogik“ von Prof. Dr. Sandra Fleischer beteiligt und habe – gemeinsam mit meinen Kommilitoninnen Julia und Rebekka – dieses Tutorium im Sommersemester 2013 umgesetzt. Die Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe, möchte ich hier teilen, sodass andere daraus lernen, die Fehler, die ich gemacht habe, vermeiden und so dazu beitragen können, dass die Qualität solcher Angebote weiter steigt.

Von Anfang an stand fest, dass mit der Konzeption des Blended-Learning-Tutoriums viel Arbeit auf uns zukommen würde. Damit ging sowohl eine hohe Verantwortung unsererseits gegenüber den Studierenden einher als auch ein Menge neuen Praxiswissens für uns. Unsere Metatutoren – Gretel, Isabell und Julian – haben diese Vorbereitung auf eine Art und Weise strukturiert, dass ich rückblickend sagen kann, gut vorbereitet gewesen zu sein, auch wenn es sich zu diesem Zeitpunkt nicht so angefühlt hat. Das betrifft vor allem organisatorische Aspekte, die man nur erfährt, wenn man mit Personen spricht, die ein solches Tutorium bereits ausgeführt haben (Ansprechpartner, um Räume zu reservieren; Fristen, um rechtzeitig den moodle-Kurs einzustellen etc.). Als besonders hilfreich erachte ich die paarweise Zusammenarbeit mit den Metatutoren des eigenen Vertiefungsgebiets, um so deren Erfahrungen aufbauen zu können und zu wissen, welcher Teil der inhaltlichen Vorbereitung wie wichtig ist und wann man getrost sagen kann, dass etwas reicht. Didaktisch und methodisch habe ich am meisten beim Workshop der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät zur Tutor/innen-Qualifizierung im Wintersemester 2012/2013 dazugelernt. Das hier vermittelte Wissen hat mir zu einer gefühlt höheren Handlungssicherheit bei den späteren Präsenzterminen verholfen. Insgesamt bleibt mir die Phase der Vorbereitung auf das eigentliche Blended-Learning-Tutorium als im Nachhinein sehr strukturiert in Erinnerung. Während der Konzeption hingegen war mir nicht immer klar, was bis zum Start des Sommersemesters zu erledigen ist, bereits fertig sein muss, was noch auf dem Schreibtisch liegen darf und welche Dinge wie dringend angegangen werden müssen. Das Prinzip des hohen Arbeitsaufwands und des ebenso hohen persönlichen Mehrwerts setzte sich bei der Umsetzung des Blended-Learning-Tutoriums fort.
Was die inhaltliche Seite des Blended-Learning-Tutoriums angeht, zeigte sich, dass es sinnvoll war, bei der Vorbereitung nicht an der Einarbeitungszeit in die eigene Theorierichtung zu sparen. Hier kompetent und mit fundiertem Wissen auftreten zu können, hat es mir ermöglicht, den Kopf für wichtigere Dinge frei zu haben, die sich weniger gut vorbereiten lassen, wie zum Beispiel dafür zu sorgen, dass eine aufwendigere Gruppenarbeit beim Präsenztreffen reibungslos abläuft.

Besonders wichtig war es für mich, zu lernen, wie sinnvoll Lernziele für die Studierenden gesteckt werden und auf welchem Wege man diese am besten erreicht. Dieser Bereich war vor der Konzeption des Blended-Learning-Tutoriums Neuland für mich und ich fühlte mich unsicher. Deshalb bin ich dankbar für das Feedback der Metatutoren zu Aufgabentypen und für die Diskussion darüber, ob damit die Lernziele des Tutoriums erreicht werden. Zusammen mit dem, was ich diesbezüglich aus dem Workshop zur Tutor/innen-Qualifizierung mitgenommen habe, hatte ich das Gefühl, auf eher direktem Weg die Lernziele zu erreichen, und diesen Weg gegebenenfalls den Studierenden auch erläutern zu können.

Als Herausforderung während des Blended-Learning-Tutoriums habe ich den Zeitaufwand und damit einhergehend das Problem, die Präsenztreffen sorgfältig vorzubereiten, wahrgenommen. Auch wenn ich von einem hohen Zeitaufwand ausgegangen war, hatte ich nicht damit gerechnet, dass mich die Vorbereitung und Umsetzung des Blended-Learning-Tutoriums permanent zeitlich so vereinnahmen würde. Es ist ratsam, in dieser Zeit etwas kürzer zu treten und gegebenenfalls andere Veranstaltungen im Rahmen des Masters für ein Semester aufzuschieben, sodass man sich voll und ganz dem Blended-Learning-Tutorium widmen kann. An vielen Stellen hätte ich gern mehr Zeit investiert, um bei der Veranstaltung sicherer auftreten zu können, auch wenn sich nur zu sehr wenigen Zeitpunkten zeigte, dass mehr Vorbereitung zu einem noch flüssigeren Ablauf geführt hätte.

Als weitere Herausforderung habe ich es empfunden, erst bei der Umsetzung auf Punkte zu stoßen, an die man vorher nicht gedacht hatte, obwohl vermeintlich alles in der Planung berücksichtigt wurde. Beispielsweise hatten die Studierenden in meinem Vertiefungsgebiet einen zu bearbeitenden Text schon vor dem Blended-Learning-Tutorium mehrmals gelesen, sodass ich ihn hätte voraussetzen können. Solche Dinge vor der eigentlichen Veranstaltung festzustellen, spart sowohl den Studierenden als auch mir Zeit und eröffnet Ressourcen für Dringenderes. Dinge, mit denen man so nicht gerechnet hat, gibt es offenbar immer. Dazu zählt auch, dass nicht immer ausreichend Räume für die Präsenzveranstaltungen vorhanden waren.

Insgesamt kann ich zufrieden auf die beiden Semester zurückblicken. In wenigen Projekten und Veranstaltungen im Rahmen meines Bachelors oder Masters habe ich so einen großen Mehrwert durch die Verknüpfung von Praxis und Theorie erlebt. Auf die eigene theoretische Konzeption folgte direkt die Feuerprobe im Praxistest. Dieses schnelle Feedback auf die eigenen Überlegungen ist sehr lehrreich und in Lehrveranstaltungen eher selten. Dementsprechend schätze ich auch meinen Lernerfolg höher ein als in anderen Veranstaltungen des Masters Kommunikations- und Medienwissenschaft.

Was die inhaltliche Konzeption angeht, habe ich das Blended-Learning-Tutorium als rund empfunden. Die Ergebnisse der Projektarbeit der Studierenden und ihr Feedback deuten auch in diese Richtung. Ich bin nach wie vor erstaunt, mit welcher Hingabe und Liebe zum Detail die Kleingruppen in den Vertiefungsgebieten ihre Projekte analysiert und diese Ergebnisse dann wiederum festgehalten haben. Bei einem nächsten Mal würde ich versuchen, den Studierenden in dieser Hinsicht mehr Raum zu lassen und mehr Mut zu haben, ihnen bei ihrer Projektarbeit mehr Freiheiten zu geben. In meinem Vertiefungsgebiet hat sich gezeigt, dass die Aufgabenschritte der Projektarbeit, in denen die Kleingruppen mehr Freiheiten hatten – zum Beispiel bei der Visualisierung des Projektablaufs oder des Festhaltens der Ergebnisse in einem Wiki – zu runden, umfangreichen und oft aufwendig gestalteten Endergebnissen führten. Umso ärgerlicher ist es, dass das Blended-Learning-Tutorium nicht weitergeführt wird.

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Meine Zeit im Projekt: Eine spannende Zeit geht zu Ende

Blended-Learning

Seminar und Tutorium

Mittlerweile sind gute sechs Monate vergangen, seitdem das Projekt: Blended-Learning-Tutorium vorerst abgeschlossen wurde. Das ist genügend Zeit um das Erlebte und Geleistete zu verar­beiten und zu reflektieren. Ich habe mich anderthalb Jahre intensiv mit Grundlagen, Facetten, Möglichkeiten und Schwierigkeiten rund um das Blended-Learning-Tutorium  befasst und kann sagen, dass es mich sowohl bereichert als auch erschöpft hat. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Zeit rennt…

… nur so. Seit dem letzten Blogpost ist viel Zeit vergangen, das Wintersemester ist fast schon wieder rum. Seit Oktober habe ich in Vertretung für Karla das E-Learning-Seminar geleitet und, leider zum letzten Mal, Studierende im Projekt betreut. Im Blended-Learning-Seminar haben die Studierenden einerseits an Ideen für ihre Masterarbeiten gefeilt (davon wird sich wohl keine unserem Projekt oder dem Thema E-Learning widmen) und andererseits ihre Arbeit im Projekt sowie die Tutor_innen-Tätigkeit reflektiert. Mit etwas Abstand konnten die drei auf die Zeit in der Projektgruppe, aber eben auch die Herausforderung der Lehrendentätigkeit rückblickend betrachten. Herausgekommen sind drei sehr unterschiedliche und sehr spannende Erfahrungsberichte, die in den folgenden Wochen hier auf dem Blog veröffentlicht werden sollen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wird alles anders!?

Gern würde ich behaupten, dass uns das neue Semester neues Glück bringen wird. Im Normalfall wären mit Beginn des Wintersemesters neue Masterstudierende zu uns ins Projekt gekommen, die von den Studierenden des dritten Semesters (Meta-TutorInnen) angeleitet und ausgebildet würden. Sie würden gemeinsam das Blended-Learning-Tutorium für das kommende Semester konzipieren und vorbereiten, welches dann ab April realisiert und evaluiert würde. Doch wie an meiner Wortwahl schon deutlich wird, gibt es den Normalfall in diesem Semester nicht. Durch die aktuelle Situation an der Professur entsteht ein Ausnahme-, vielleicht sogar ein Sonderfall: Prof. Schorb, der das Projekt von Beginn an begleitet und gefördert hat, ist seit 1. April dieses Jahres im Ruhestand, die Professur wird seitdem von Sandra Fleischer vertreten. Wie es ab April nächsten Jahres weitergeht, ist im Moment noch völlig unklar. Daraus resultiert die Entscheidung, die neuen Masterstudierenden nicht wie gewohnt in die Projekte einzubinden, sondern mit allen zusammen ein gemeinsames Projekt zu realisieren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Gute Lehre mit Moodle!?

Am Mittwoch, den 23. Oktober 2013, fand an der Uni Leipzig der erste „Tag der Lehre“ statt. Initiiert und organisiert wurde dieser Tag von engagierten MitarbeiterInnen verschiedener Drittmittel-Projekte an der Uni. Sie hatten in mühevoller Kleinarbeit ein „buntes“ Programm mit Keynote, Workshops und einer Postersession zusammengestellt, das sich schließlich über einen halben Tag erstreckte.

Zunächst eröffneten die Rektorin, Frau Prof. Dr. Schücking, und der Prorektor für Bildung und Internationales, Prof. Dr. Altmayer, die Veranstaltung mit einigen Grußworten. Im Anschluss wurde der Theodor-Litt-Preis, der Preis für gute Lehre, an Dr. Gunther Hempel von der Medizinischen Fakultät verliehen. Den Rest des Beitrags lesen »

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